...  Anpfiff ins Leben qualitativ hochwertige Trainer, Betreuer und Lehrer zur Verfügung.

 

Im Jugendförderzentrum decken wir neben dem Sport die Felder Schule, Beruf und Soziales ab. Das heißt wir achten darauf die die schulischen Leistungen nicht unter den sportlichen Aktivitäten leiden und unterstützen mit Nachhilfeunterricht und Hausaufgaben-betreuung.

 

Spezielle Bereiche unseres Trainingsangebotswerden mit sportlichen Vorbildern besetzt. So zum Beispiel Ringo Grossmann im Athletikbereich und Bettina Augenstein im Schnelligkeitstraining. Menschen, die selbst Olympia vor Augen hatten, vermitteln unseren Jungs und Mädchen glaubhaft den notwendigen Ehrgeiz, Disziplin und Fairness.

 

So werden in diesem Jahr gleich zwei Jugendteams bei der Sportlerehrung der Stadt Heidelberg ausgezeichnet.

 

Es ist die Fußball-Mannschaft U19, die in die zweite Liga, EnBW Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegen ist, gleichzeitig Badischer Fußballmeister wurde und im BfV-Pokal-Finale gegen das Bundesligateam der TSG Hoffenheim stand.

 

Als zweites Team hat es unsere U17 durch ihren Aufstieg in Liga Zwei auf die Bühne geschafft. Herzlichen Glückwunsch beiden Teams. Das war eine sensationelle Leistung.

 

Viele anderen tolle Meisterschaften und Aufstiege krönten das vergangene Jahr.

Dass unsere Erste Fußball-Mannschaft in die Landesliga zurückkehren musste war zwar sportlich schmerzhaft, brachte uns aber keinesfalls aus dem Gleichgewicht. Erstens konnten dadurch knapp eintausend Kirchheimer ein lang ersehntes Derby zwischen der FT Kirchheim und der SG Kirchheim erleben (Es ging fair, ruhig und bei starkem Nebel Unentschieden 1-1 aus) und auf der anderen Seite war es die logische Konsequenz, die finanziellen Möglichkeiten an den Spielbetrieb anzupassen.

 

Wir wollen mit unserer eigenen Jugend unsere Ziele erreichen.

 

Die Eigengewächse aus dieser erfolgreichen U19 haben sich bei unserer ersten Mannschaft in der Landesliga toll integriert. Der freundliche Kommentar unseres Konkurrenten ASC Neuenheim kann uns in unserem Weg nur bestärken.

 

Ich zitiere:

 

„Nicht unbedingt zu erwarten war, dass die SG Kirchheim nach ihrem sang- und klanglosen Abstieg aus der Verbandsliga mit einem so jungen Team in der Landesliga gleich oben mitspielen und auf dem dritten Tabellenplatz überwintern würde und trotz einem Dutzend Ab- und Zugänge haben sie erstaunlich schnell zu einer schlagkräftigen Einheit gefunden. Chapo!“

 

Zitat Ende.

 

Dieses großartige Lob geht an alle Trainer und den Abteilungsleiter Ralf Gieseler mit seinem enorm engagierten Team.

Aber auch in den anderen Abteilungen gab es sehr große Erfolge.

 

Ob im Turnen in der sich die Damen in der zweithöchsten Klasse der Verbandsliga behaupten konnten oder im Handball, die gemeinsam mit Henning Fritz ein Leistungs-Camp im September durchgeführt hatten.

Unsere Basketballer mit enormen Leistungen in der Jugend und bei den Erwachsenen und einem sensationellen digitalem Medien Auftritt. Unsere Rollis, die in der zweiten Liga erfolgreich spielen und jedes Jahr sehr erfolgreich das Suse Roemelt Turnier in unserer Halle durchführen. Oder unsere erstarkten Volleyballer. Wir haben Ihnen die Chronik unseres Vereins ausgelegt, in der Sie alle Erfolge nachlesen können.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit mit den Verantwortlichen all unserer Abteilungen zu sprechen, die heute auch hier sind und lassen sie sich begeistern von einer tollen Arbeit in unserem bärenstarken Verein.

 

Es ist eine Arbeit die in vielen Abteilungen weit über das normale Training hinausgeht. Wir sind mit Heidelberg, mit Kirchheim und ihren Menschen verbunden und versuchen immer wieder auch zu begeistern und sozial zu agieren – neben den sportlichen Herausforderungen eines Vereins. Eben eine Meile mehr gehen.

 

So veranstalten wir spannende Ferienprogramme, kooperieren mit Schulen und Kindergärten führen Trainingscamps sowie Sport- und Schulaustausche mit den Deutschen Schulen in Medellin und Bogota in dem südamerikanischen Land Kolumbien durch, sind sportlicher Repräsentant in den Partnerstädten der Stadt Heidelberg wie zum Beispiel Montpellier und Cambridge und haben mit sehr viel persönlichem Engagement, eine Kooperation mit dem Mehrspartenverein Moka Rangers auf der Insel Mauritius ins Leben gerufen um dort die Jugendarbeit insbesondere für die ärmere Bevölkerung zu unterstützen und beim Aufbau eines Jugendförderzentrums zu helfen.

Aber auch ganz nah machen wir tolle Projekte.

Unsere U16 war am vergangenen Dienstag gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren des Kirchheimer Seniorentreffs Schwetzinger Straße im „Heidelberger Theater“, um mit dreißig Teilnehmern im Stück „Diener zweier Herren“ viel zu lachen. Dies unterstreicht die tolle Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Theater, die gestern Abend ein tolles Iberoamerikanisches Theaterfestival eröffnet haben.

 

Im vergangenen Sommer hatten wir das erste internationale U13 Fußballturnier unter der Schirmherrschaft unseres Oberbürgermeisters und hatten neben großen Namen aus der zweiten Liga, insgesamt auch 35 Kinder aus Mauritius eingeladen. Dank großzügiger Spender aus Heidelberg und Mauritius war es uns gelungen die Reise von Kindern aus sehr armen Verhältnissen zu finanzieren, für die der Aufenthalt zu einem einmaligen Erlebnis wurde.

Die zweite Auflage des Turniers findet am 18. Juli in diesem Jahr, unter anderen mit 1860 München, Stuttgarter Kickers, KSC, SSV Ulm und vielen mehr statt.

An Ostern fahrt eine sportliche Delegation unserer U13 wieder zum jährlichen Turnier nach Montpellier, um tolle Eindrücken und toller internationalen Begegnungen zu erleben und um natürlich den Pokal der Stadt nach Heidelberg zu holen.

 

Am 12. Januar 2020 waren wir mit einem großen Stand auf dem Bürgerfest der Stadt Heidelberg an zwei Ständen vertreten. Unsere zwölf Abteilungen und Anpfiff ins Leben präsentierten sich im Zelt und unsere Frauen und Mädchen zusammen mit den Hoffenheimer Profis der Frauen auf dem Hoffe Truck im Freien.

 

Aus den zahlreichen Begegnungen konnten wir sehr viel Informationen und Erfahrungen für die künftige Ausrichtung des Vereins sammeln.

 

Für viele der Besucher ist die Zielgruppe U6 und Ü40/50/60 und der Seniorensport als Breitensport ein wichtiges Thema.

 

Großes Engagement, Ausweitung der sportlichen Bereiche nötigt natürlich auch mehr und mehr Übungsleiter ab.

 

Mit dem Wunsch um eine sportliche Weiterentwicklung eines Vereines steht ein großer Bedarf an Übungsleiter gegenüber. Übungsleiter im Ehrenamt zu finden wird immer schwieriger, für Trainingseinheiten, geschweige denn für eine Vorstandsarbeit.

 

Mit einem hauptamtlichen Vereinsmanager und insgesamt drei FSJler, sowie mit Unterstützung von Anpfiff ins Leben, die im Jugendbereich zwei hauptamtliche Koordinatoren stellen, ist die SG Heidelberg-Kirchheim aber gut, wenn auch nicht, ausreichend aufgestellt. Hier müssen wir auch in andere Richtungen denken und Kooperationen eingehen.

 

Zum Abschluss möchte ich ein paar Worte zur Infrastruktur sagen und auch darüber wo uns der Schuh drückt. Bevor ich das tue möchte ich mich beim Sportamt insbesondere bei Gert Bartmann, Thomas Jung, Rama Aytal und Marco Schneider und seinem Team bedanken für die große Unterstützung von Seiten der Stadt Heidelberg. Das Sportamt kennt unsere Probleme und Notwendigkeiten und dennoch möchte ich diese ausdrücklich hier nochmals betonen.

 

Es fehlen uns massiv Hallenzeiten. Der Zulauf im Handball, aber auch im Basketball und Volleyball ist enorm. Wir hoffen auf eine Task Force der Stadt Heidelberg, die prüft wo Kapazitäten nicht genutzt werden. Wir fiebern auf die neue Sporthalle hin.

 

Aber nicht nur das Defizit an Hallenzeiten macht uns große Sorgen. Die bestehenden Hallen in unmittelbarer Umgebung sind vorsichtig ausgedrückt in einem oft desolaten Zustand und zwingend sanierungsbedürftig.

 

Ähnlich geht es uns bei den Sportplätzen. Durch den Zustrom von Kindern aus der Bahnstadt, die keinen eigenen Sportverein mit eigenen Sportplätzen zur Verfügung hat,  fehlt es uns auch für den Fußball an Sportplatzzeiten für den Trainingsbetrieb vor allem für den Breitensport, der uns als SG Kirchheim neben Leistungsklassen, extrem wichtig ist.

 

Wir wissen, dass ein zusätzlicher Platz kaum auf das Gelände passt. Aber – eine Alternative, die ich hiermit offiziell einfordere, ist eine Bedarfsanalyse auf den vereinsnahen städtischen Sportplätzen, um grundsätzlich freie Trainingszeiten nutzen zu können. Die heutige digitale Welt sollte uns hier viele Möglichkeiten bieten, wie wir dies in den Griff bekommen können. Ähnlich wie bei den Hallen sollte hier eine neutrale, unabhängige Task Force freie Kapazitäten feststellen.

 

Wer gute Arbeit macht und enormen Zulauf hat, sollte nicht durch Platzmangel gebremst werden.

 

Apropos ausgebremst. Unser Jugendförderzentrum telefoniert und arbeitet im Internet immer noch auf einer begrenzten Funkstrecke, da es unmöglich erscheint Leitungen ins das größte Sportzentrum Heidelbergs inklusive dem Sportkreis und aller Hallen zu legen. Als digitale Hauptstadt, als Leuchtturm für dieses Thema sind wir alle verwundert, dass seit drei Jahren auch gar nichts passiert.

 

„Wähle den Weg über die Bäche und stürze Dich nicht gleich ins Meer!“ mahnte vor 750 Jahren der große Philosoph Thomas von Aquin. „Man muss durch das Leichtere zum Schwierigen gelangen.“ Genauso geht auch Orlando Duque vor, einer der berühmten Klippenspringer aller Zeiten: immer einen Schritt weiter und nie stehen bleiben. Bis er aus 27 Metern Höhe in die Hafenbecken der Welt sprang. Auch Henry Ford wusste, dass Stehenbleiben gefährlich ist: Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

 

Deshalb beschreiten wir Schritt für Schritt einen Weg, der uns zukunftsfähig macht. Mit Geduld und nur gemeinsam. Gemeinsam mit der Stadt Heidelberg, vor allem dem Sportamt, dem Sportkreis und unseren befreundeten Mehrspartenvereine.

 

Konkret geht es darum neue Sportarten aufzunehmen,

wie zum Beispiel Beach-Volleyball, hier entsteht eine für alle Vereine zugängliche Halle in Heidelberg, die auch für die SG Kirchheim von großem Interesse ist.

 

Die Kooperationen mit Kindergärten wollen wir intensivieren, und wollen uns über Konzepte eigene Gedanken machen.

 

Die Kooperationen mit Heidelberger Schulen, wie wir sie mit der Kurpfalzschule und der Geschwister Scholl Schule machen, soll weiter ausgeweitet werden.

 

Dank Dietmar Hopp können wir in sehr naher Zukunft mit dem Anbau eines Fitnessraums an das Jugendförderzentrum rechnen, dessen Planung in die letzte Phase geht.

 

Wir wollen mit einer Initiative unter Federführung des Sportkreises schauen, wie sich die SG Heidelberg-Kirchheim bei der sportlichen Ausrichtung im PHV einbringen und das Angebot des Vereins zur Verfügung stellen kann.

 

Wir wollen konkret Angebote für Ü40/Ü50 im Breitensport schaffen, um sportaffine Mitglieder lange an den Verein zu binden. Menschen gehen immer früher in eine Altersteilzeit, in den vorzeitigen Ruhestand und suchen dringend Angebote außerhalb von Fitnesszentren in Vereinen. Hier können wir auch win-win Lösungen schaffen. Menschen in der frühzeitigen dritten Phase des Lebens sind wichtige Partner, die wir dringend für ein Ehrenamt brauchen.

 

Wir wollen aber auch den Senioren eine Möglichkeit bieten und die altersgerechte Bewegungsbedarfe fördern.

 

Die Integration von Menschen in unserem Verein wird bereits intensiv gelebt ohne wenn und ohne aber und ohne besonders darüber nachzudenken. Es ist selbstverständlich geworden. Mit der Weltliga hat es begonnen. Heute kümmern wir uns mehr um die Person selbst um Sie zu begleiten.

 

Grundsatz ist:

Bei der SG Heidelberg-Kirchheim wird keine Ausgrenzung geduldet. Wir sagen klar „Nein zum Rassismus“ und werden immer Minderheiten schützen und unterstützen.

Unsere Jugendliche kommen sehr früh durch unsere internationalen Projekte und Austausche mit anderen Kulturen und Religionen in Berührung. Das ist wichtig und fördert ein Verständnis für ein globales Miteinander. Unsere Jugend sind die Brückenpfeiler für eine friedvolle Zukunft, in der es wichtig ist gemeinsam und nachhaltig sich auszutauschen, offen zu sein und Kulturen zu verstehen.

Mit den vielfältigsten Programmen lernen wir unseren Sportlern sich in einer offenen Gemeinschaft und Gesellschaft ohne Gewalt zu bewegen.

 

Aber auch Nachhaltigkeit selbst ist ein wichtiges Thema unseres Vereins. Gemeinsam mit dem Agenda Büro der Stadt Heidelberg sind wir in Bewegung Nachhaltigkeitsprojekte aktiv zu begleiten. Auch das geht über den Sport hinaus. Umweltschutz und nachhaltiges agieren geht uns alle an.

 

Wir werden kurzfristig ein Sportklamotten-Tauschregal nach dem Vorbild des Sportzentrum Nord einsetzen. Nichts muss weggeschmissen werden. Es soll seine Wiederverwendung finden. Des Weiteren wird auf unserem Gelände ein Insektenhotel entstehen.

 

Genauso wie wir zweimal einen Stromwettbewerb für die Umstellung und Einsparung von Ressourcen gewonnen haben, wollen wir bei uns in Kirchheim durch einen seit einem Monat installierten Nachhaltigkeitscoach neue umweltbewusste Wege gehen. Hierfür gibt es keinen Besseren als unser Harald Ewers. Danke für die Bereitschaft.

 

Wie Sie sehen. Es ist viel in Bewegung beim „bärenstarken Verein“ im Sportzentrum Süd. Sportlich, Sozial und Nachhaltig.

 

Bis 2022 wollen wir vieles bewegt, angestoßen und umgesetzt haben.

 

Im nächsten Jahr feiert die SG Heidelberg-Kirchheim ihr 75-jähriges Jubiläum als Mehrspartenverein, unsere Abteilung Fußball wird auf 111 Jahre zurückblicken können.

 

Dies wollen wir mit Ihnen gemeinsam feiern. Bei all dem was wir machen brauchen wir Ihre Unterstützung. Was wir alle hier tun, viele Trainer, Betreuer, Eltern und wir im Vorstand ist ehrenamtlich. Wir tun dies nicht für uns, sondern für Sie alle. Für die Gesellschaft, für die Stadt für den Stadtteil, für die Kinder, Jugendliche, für die Menschen.

 

Deshalb bitte ich Sie mit uns gemeinsam den Weg nach vorne zu gehen. Es bedarf immer an know how, an Zuwendungen und Unterstützungen jeglicher Art. Von fachlicher bis monetärer.

 

Allen die uns unterstützt haben und unterstützen, an alle die jeden Tag hier für die Kinder, Jugendliche und Erwachsenen da sind, damit sie ihren Sport ausüben und Erfolg feiern können, ein herzliches Dankeschön.

Nur weil ihr Bärenstark seid, ist es der Verein auch. Sie alle sind die SG Heidelberg-Kirchheim.

 

Nochmals alles Gute für Sie alle und Ihre Familien für 20 20 und genießen Sie mit uns einen schönen Vormittag.

 

Herzlichen Dank.

 

Uwe Hollmichel

1. Vorsitzender

 

 

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